Die Gemeinde Mettlach: Zahlen, Daten, Fakten

Gemeindestruktur

Die Gemeinde Mettlach besteht seit der saarländischen Verwaltungs- und Gebietsreform im Jahre 1974 aus 10 bis dahin selbstständigen Ortschaften mit 12.412 Einwohnern, wobei den Orten Mettlach (3.220 Einwohner) und Orscholz (3.624 Einwohner) innerhalb des Gemeindegebietes zentrale Bedeutung zukommt. (Stand 31.12.2016)

Geographische Lage

Die Gemeinde Mettlach liegt im Landkreis Merzig-Wadern (Saarland) und in unmittelbarer Nachbarschaft zu Frankreich und Luxemburg. Ihre Ortschaften gruppieren sich um die überregional bekannte Saarschleife.

Niedrigster Punkt: Saarhölzbach: 154 m über NN
Höchste Erhebung: Weiten, Langensteinchen: 451 m über NN
Höchstgelegener Punkt: Saarhölzbach, Judenkopf (rd. 500 m über NN)

Verkehrsanbindung

mit dem Auto:Autobahn A 8, Bundesstraße B 51
mit dem Zug:Deutsche Bahn AG, Bahnhof Mettlach
mit dem Flugzeug:Flughafen Saarbrücken-Ensheim (50 km) und Flughafen Findel/Luxemburg (40 km)
mit dem Schiff:lokale Ausflugsschifffahrt und Fluss-Kreuzfahrtschiffe

Fläche

rund  78 km²

Bodennutzung

Siedlungsfläche 9,0 %
Waldfläche 49,8 %
Landwirtschaftsflächen 41,2 %

Straßenentfernungen

  • Kreisstadt Merzig: 8 km
  • Landeshauptstadt Saarbrücken: 50 km
  • Trier: 40 km
  • Koblenz: 150 km
  • Köln: 220 km
  • Mannheim: 175 km
  • Luxemburg (Stadt): 40 km
  • Metz: 70 km

Wirtschaft

Hauptsitz der Firma Villeroy & Boch AG (Mettlach), Sitz der Rehaklinik Saarschleife (Orscholz), US-Versandhaus Lands` End und der Firma Walter SEG-Entsorgungsgesellschaft (Mettlach). Des Weiteren gibt es in der Gemeinde eine Vielzahl leistungsstarker mittelständiger Unternehmen (vor allem im allgemeinen sowie insbesondere auch im touristischen Dienstleistungssektor, aber auch ca. 30 hauptberufliche Landwirte).

Wirtschaftliche Entwicklung und Zielsetzungen

Als wirtschaftsgeschichtlich markanter Zeitpunkt der Vergangenheit ist besonders das Jahr 1809 zu nennen. Damals erwarb der luxemburgische Keramikfabrikant Boch-Buschmann das Mettlacher Abteigebäude und richtete hier eine Fabrik ein, die sich in kurzer Zeit in der bis dahin von Land- und Forstwirtschaft geprägten Region zum Hauptarbeitgeber an der unteren Saar und darüber hinaus zu einem Weltunternehmen entwickelte.
Vor dem Hintergrund der enormen Umstrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen bei der Firma Villeroy & Boch AG seit den 80-er Jahren und deren Auswirkungen bemüht sich die Gemeinde neben der Keramikindustrie vor allem um den Ausbau als Fremdenverkehrsgemeinde.
Eckpfeiler für dieses neue wirtschaftliche Standbein sind der Industrietourismus (Direktvermarktung der Produkte), der Gesundheitstourismus (insbesondere nach Eröffnung der Rehaklinik Saarschleife im Jahre 1992; Anerkennung des Ortsteiles Orscholz als Luftkurort im Jahre 1997) und der Wander- und Radtourismus.

Tourismus

Stand: 31.12.2016

Im Übernachtungsbereich ist ein geringfügiger Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, der den ungünstigen Wetterverhältnissen im Frühjahr zuzurechnen ist; hochgerechnet (die Zahlen liegen erst bis Oktober vor) wird die Zahl der Übernachtungen bei ca. 220.000 liegen (Vorjahr 223.000). Bei den Ankünften mit fast 51.000 (Vorjahr: 50.600) war eine leichte Steigerung zu verzeichnen.

Beherbergungskapazität

ca. 1.400 Betten verteilt auf Hotels (1.000), Ferienwohnungen (200), Privatzimmer (100).

Besondere Sehenswürdigkeiten