Die Reservistenkameradschaft Merzig hat am letzten März-Sonntag erstmals den sogenannten „16K3-Erinnerungsmarsch“ durchgeführt. Die Teilnehmenden wurden vom Vorsitzenden der Reservistenkameradschaft Merzig, Hauptfeldwebel der Reserve Andreas Göthlich begrüßt. Die passenden Worte zu diesem denkwürdigen Anlass fand anschließend der Landesvorsitzende Saarland des Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V., Oberstleutnant der Reserve Karsten Wurzer. Die offiziell 16 Kilometer lange Strecke führte die rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Mettlach bis zur Villa Borg. Der Marsch stand ganz im Zeichen des Gedenkens an das bislang schwerste Gefecht der Bundeswehr seit Ihrer Gründung im Jahr 1955 am 2. April 2010 in Isa Kehl / Afghanistan. Bei dem 8-stündigen Gefecht sind 3 Fallschirmjäger aus Seedorf gefallen. Weitere 6 Kameraden der Afghanischen Armee wurden versehentlich durch deutschen Beschuss getötet. Fünf weitere Kameraden wurden teils schwer verwundet. Seit dem Jahr 2015 wird jährlich in ganz Deutschland mit dem K3 Gedenkmarsch den gefallenen und verwundeten Kameraden des „Karfreitag- Gefecht“ gedacht.
An dem Marsch nahmen sowohl Reservisten als auch zivile Unterstützer teil. Gemeinsam setzten sie ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen und erinnerten an die gefallenen und verwundeten Soldaten, die im Einsatz ihr Leben riskierten oder verloren.
Besondere Unterstützung erhielt die Veranstaltung durch die Teilnahme kommunaler Vertreter: Der Bürgermeister der Gemeinde Mettlach, Daniel Kiefer, sowie Ralf Uhlenbruch von der Gemeinde Perl marschierten gemeinsam mit den Teilnehmern. Ihre Präsenz unterstrich die Bedeutung des Erinnerns auch auf gesellschaftlicher und politischer Ebene.
Die Organisatoren der Reservistenkameradschaft Merzig, rund um den Leitenden Christian Heinsdorf, zeigten sich zufrieden mit der Resonanz der Veranstaltung. Ziel des Marsches sei es gewesen, nicht nur innerhalb der Bundeswehrgemeinschaft, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Ereignisse des 2. April 2010 zu schaffen.
„Erinnerung braucht Engagement und Sichtbarkeit. Mit diesem Marsch wollen wir dazu beitragen, dass die Ereignisse von damals nicht in Vergessenheit geraten“, so Christian Heinsdorf von der Reservistenkameradschaft Merzig.
Engagement zeigte auch Yannick Trierweiler und Jonas Taube von der freiwilligen Feuerwehr Löschbezirk Perl. Sie sorgten mit dem MTW für den Rücktransport der Marsch-Teilnehmenden von der Villa Borg zurück zum Ausgangspunkt am Marktplatz Mettlach. Für eine gelungene Überraschung sorgten auch Hans-Werner Heinz mit drei weiteren Kameraden. Sie unterstützten ebenfalls den Rücktransport der marschierenden mit 4 historischen Militärfahrzeugen.
Aufgrund des gelungenen Auftakts ist geplant, den K3-Erinnerungsmarsch auch im kommenden Jahr im Grünen Kreis durchzuführen und als festen Bestandteil der regionalen Erinnerungskultur zu etablieren.
Kontakt:
Reservistenkameradschaft Merzig
Christian Heinsdorf
Zur Goldgrube 10
66693 Mettlach
c.heinsdorf@prinzip-gastfreund.de
Telefon: 0171-495883


