Vertrag mit GlasfaserPlus unterzeichnet – bislang nicht berücksichtigte Bereiche werden nun erschlossen – Ortsteil Faha profitiert vollständig

Die Gemeinde Mettlach treibt ihre digitale Zukunft weiter voran: Mit der Unterzeichnung des Vertrages mit der GlasfaserPlus am 30. Juni 2026 ist der Startschuss für den kommunalgesteuerten geförderten Gigabitnetzausbau in der Gemeinde Mettlach gefallen. Rund 8 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren in den Ausbau einer leistungsfähigen Glasfaserinfrastruktur investiert. Ziel ist es, bislang unterversorgte Bereiche der Gemeinde mit zukunftssicherem schnellem Internet zu erschließen. Bürgermeister Daniel Kiefer konnte hierzu Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas, den Geschäftsführer des eGo-Saar, Stephan Thul, den Vertreter der GlasfaserPlus, Sebastian Frings, die Landtagsabgeordneten Martina Holzner und Stefan Thielen, den Fraktionsvorsitzenden der SPD, Uwe François, den Ortsvorsteher von Faha, Ralph Gerntke, sowie Vertreter der Verwaltung und beteiligten Partner im Mettlacher Rathaus begrüßen.

Im Rahmen des Förderprogramms von Bund und Land erhalten rund 740 Haushalte die Möglichkeit, künftig Internetanschlüsse mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde zu nutzen. Nach Abschluss des europaweiten Ausschreibungsverfahrens erhielt die GlasfaserPlus den Zuschlag für die Umsetzung des geförderten Ausbaus. Die Bauausführung erfolgt durch die Deutsche Telekom im Auftrag der GlasfaserPlus.

Mit dem geförderten Ausbau werden insbesondere auch diejenigen Anschlüsse berücksichtigt, die nicht Teil der Polygone des privatwirtschaftlichen Ausbaus waren. Damit schließt die Gemeinde Mettlach gezielt Versorgungslücken und sorgt dafür, dass auch Ortsteile und Bereiche eine Perspektive erhalten, die durch einen rein privatwirtschaftlichen Ausbau nicht erfasst worden wären.

Ein besonderer Blick gilt dabei dem Ortsteil Faha. Faha war vom privatwirtschaftlichen Ausbau gänzlich ausgeschlossen und profitiert nun vollständig von diesem geförderten Projekt. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um auch in kleineren und ländlich geprägten Ortsteilen gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Breitbandversorgung als zentrale Aufgabe im ländlichen Raum

Gerade im ländlichen Raum ist eine leistungsfähige Breitbandversorgung längst ein entscheidender Standortfaktor. Homeoffice, digitale Bildung, moderne Verwaltung, Telemedizin, Handwerk, Gewerbe, Tourismus und private Kommunikation sind heute auf stabile und zukunftssichere Datenleitungen angewiesen. Der Glasfaserausbau ist deshalb nicht nur ein technisches Infrastrukturprojekt, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der gesamten Gemeinde Mettlach.

Wirtschaftsminister Jürgen Barke erklärt hierzu: „Ein leistungsfähiger Glasfaseranschluss gehört heute zur Grundversorgung – genauso wie Strom, Wasser oder Heizung. Die flächendeckende Errichtung eines modernen, gigabitfähigen Netzes im Saarland ist bereits weit fortgeschritten. Mit Projekten wie in Mettlach schließen wir nun gezielt die verbleibenden Lücken und schaffen gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen Teilen des Landes.“

Möglich wird das Vorhaben durch die Förderung von Bund und Land. Die förderfähigen Ausgaben werden zu 97,5 Prozent bezuschusst. Ohne diese Unterstützung wäre ein Ausbau in den bisher unterversorgten Bereichen der Gemeinde wirtschaftlich nicht darstellbar.

„Mit dem Ausbau schaffen wir eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde. Schnelle und zuverlässige digitale Infrastruktur ist heute ein zentraler Standortfaktor für Familien, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und das Arbeiten von zu Hause aus“, erklärt Bürgermeister Daniel Kiefer. „Dank der Bezuschussung mit 97,5 % der förderfähigen Ausgaben kann die Kommune den nun geplanten Glasfaser-Ausbau mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand leisten.“

Dank an Projektpartner und Verwaltung

Bürgermeister Daniel Kiefer dankt dem Bund, dem Saarland und dem Saarländischen Wirtschaftsministerium für die Förderung und Unterstützung des Projektes. Ebenso richtet sich der Dank an die GlasfaserPlus, das eGo-Saar, den Gemeinderat der Gemeinde Mettlach sowie an alle Beteiligten, die das Projekt bislang begleitet haben.

Ein besonderer Dank gilt dem Team des Bauamtes der Gemeinde Mettlach. Die Vorbereitung des Projektes, das Ausschreibungsverfahren, die Abstimmung der Fördermodalitäten und die Begleitung bis zur Vertragsunterzeichnung waren bereits mit erheblichem Aufwand verbunden. Zugleich beginnt mit der Unterzeichnung nun die eigentliche Umsetzungsphase.

„Jetzt geht die Arbeit erst richtig los“, so Bürgermeister Daniel Kiefer. „Rund 8 Millionen Euro wollen auch erst einmal verbaut werden. Das bedeutet zahlreiche Abstimmungen, Baustellenkoordination, Eingriffe in Straßen und Wege sowie eine intensive Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern. Für unser Tiefbauamt ist dies gerade vor dem Hintergrund der ohnehin angespannten Personaldecke eine besondere zusätzliche Herausforderung.“

Auch das eGo-Saar begleitet das Vorhaben fachlich. Stephan Thul, Geschäftsführer eGo-Saar, betont: „Der geförderte Glasfaserausbau in Mettlach zeigt beispielhaft, wie Kommunen die Digitalisierung aktiv gestalten und gezielt vorantreiben können. Besonders die attraktiven Förderkonditionen des Landes schaffen wirkungsvolle Impulse, um gemeinsam mit der Bundesförderung auch bislang unterversorgte Gebiete zukunftssicher zu erschließen. Das Breitbandbüro Saar begleitet die Kommunen von der Planung bis zur Umsetzung und sorgt dafür, dass Projekte effizient und zielgerichtet realisiert werden.“

GlasfaserPlus setzt auf eigenwirtschaftlichen und geförderten Ausbau

Die GlasfaserPlus verfolgt beim Glasfaserausbau einen ganzheitlichen Ansatz. Neben dem eigenwirtschaftlichen Ausbau, bei dem das Unternehmen aus eigenen Mitteln in den Netzausbau investiert, engagiert sich GlasfaserPlus auch im geförderten Ausbau. Denn eine flächendeckende Gigabitversorgung gelingt nur, wenn beide Wege konsequent beschritten werden und sich sinnvoll ergänzen. Bis Ende 2034 will GlasfaserPlus über vier Millionen Haushalte im ländlichen Raum sowie in klein- und mittelstädtischen Regionen Deutschlands mit Glasfaseranschlüssen versorgen.

„Auch wir als GlasfaserPlus beteiligen uns an den Kosten und engagieren uns gerne für den geförderten Ausbau in der Gemeinde Mettlach. Die Menschen in ländlichen Regionen mit schnellem und zuverlässigem Internet zu versorgen, ist unsere Mission. Auf diese Weise sorgen wir für mehr Lebensqualität und reduzieren das digitale Gefälle zwischen Stadt und Land. Zudem freut es uns sehr, dass wir in Mettlach das Vertrauen für dieses Projekt erhalten haben. Gemeinsam mit Bund, Land und Kommune schaffen wir hier eine Infrastruktur, von der die Menschen vor Ort profitieren werden“, sagt Sebastian Frings, Leiter Förderung bei GlasfaserPlus.

Kostenloser Hausanschluss im geförderten Ausbaugebiet

Immobilien, die im Bereich des geförderten Ausbaus liegen, schließt die GlasfaserPlus grundsätzlich kostenlos an das Glasfasernetz an – unabhängig von der Anzahl der Wohneinheiten. Die Buchung eines Glasfasertarifs kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Eigentümerinnen und Eigentümer müssen den kostenlosen Hausanschluss lediglich beauftragen. Über das weitere Verfahren werden sie postalisch informiert. Weitere Informationen finden sich unter www.glasfaserplus.de/foerderung.

Die GlasfaserPlus stellt ihr Netz nach dem Open-Access-Prinzip allen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung. Für den Ausbau in der Gemeinde Mettlach hat die Telekom bereits verbindlich zugesagt, das Netz der GlasfaserPlus zu nutzen.

Mehr Informationen zur Verfügbarkeit der Anschlüsse und zu den Tarifen der Telekom:

  • Telekom Shop Merzig, Poststr. 18, 66663 Merzig, Tel. 06861 7701834
  • Funk GmbH (Telekom Partner), Bezirkstr. 112, 66663 Merzig
  • www.telekom.de/glasfaser
  • Kundenservice Privatkunden 0800 2266 100 (kostenfrei)
  • Kundenservice Geschäftskunden 0800 3306709 (kostenfrei)

Über die GlasfaserPlus

Die GlasfaserPlus GmbH (www.glasfaserplus.de) ist ein Joint Venture zwischen der Deutschen Telekom und dem IFM Global Infrastructure Fund, das bis 2034 rund vier Millionen Glasfaser-Anschlüsse im ländlichen Raum sowie klein- und mittelstädtischen Regionen Deutschlands bauen will. Darüber hinaus beteiligt sich das Unternehmen an staatlichen Förderausschreibungen.