Auf Anregung von Bürgermeister Daniel Kiefer und Ortsvorsteher Frank Reinert hat erneut ein Abstimmungstermin mit der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Merzig-Wadern sowie der Ortspolizeibehörde der Gemeinde Mettlach stattgefunden. Ziel war es, nochmals zu prüfen, ob für die Dauer der Vollsperrung weitere verkehrliche Entlastungsmöglichkeiten geschaffen werden können, da hierzu einige Anregungen aus der Bevölkerung eingegangen waren.

Hintergrund ist, dass verkehrsrechtliche Anordnungen im Bereich von Baustellen nicht allein nach Zweckmäßigkeit oder Wünschen vor Ort getroffen werden können. Maßgeblich sind die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung. Danach dürfen Verkehrsführungen, Sperrungen, Umleitungen oder Ampelregelungen nur angeordnet werden, wenn sie unter Berücksichtigung der Sicherheit und Ordnung des Verkehrs vertretbar sind. Gerade bei Baustellen im öffentlichen Verkehrsraum hat die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer – also auch für Fußgänger, Radfahrer, Anlieger, Einsatzfahrzeuge und den Linienverkehr – oberste Priorität.

Im Rahmen des erneuten Termins wurde insbesondere eruiert, ob ein Ampelverkehr über die Kreuzstraße möglich wäre. Nach Prüfung musste diese Variante jedoch verworfen werden, da sich die Baumaßnahme bis zum Schacht vor dem Anwesen Trierer Straße 5 erstreckt. Eine sichere und geordnete Verkehrsführung über die Kreuzstraße kann unter diesen Umständen nicht gewährleistet werden. Weiterhin ist in diesem Bereich auch zu beachten, dass Schwerlastverkehr diesen Bereich nicht ungehindert passieren kann sowie die Ertüchtigung der Straße mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden wäre.

Auch die angedachte Umfahrung über Ellerweg und Im Herker wurde nochmals geprüft. Diese kann jedoch ebenfalls nicht umgesetzt werden, da im Bereich von der Einmündung Ellerweg bis zur ersten Kreuzung aufgrund der nicht ausreichenden Straßenbreite kein sicherer Begegnungsverkehr möglich ist. Eine solche Verkehrsführung wäre daher aus Sicht der zuständigen Behörden rechtlich und verkehrssicherheitsbezogen nicht vertretbar.

Bürgermeister Daniel Kiefer und Ortsvorsteher Frank Reinert betonen, dass die Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gesehen werden. Die Gemeinde hat deshalb ausdrücklich nochmals auf eine Prüfung möglicher Alternativen hingewirkt. Das Ergebnis der Abstimmung zeigt jedoch, dass die bestehenden Einschränkungen aus Gründen der Verkehrssicherheit und aufgrund der rechtlichen Vorgaben derzeit nicht anders angeordnet werden können.

Die Gemeinde Mettlach wird die Maßnahme weiterhin eng begleiten sowie für einen raschen Bauablauf sorgen und steht hierzu im Austausch mit den zuständigen Behörden. Für die entstehenden Einschränkungen wird um Verständnis gebeten.